Heute präsentiert sich die Bademode in großer Auswahl vom frechen Triangel-Bikini bis zum angesagten Monokini in den Geschäften. Diese Angebotsvielfalt ist ein modernes Phänomen: Badeanzüge sind gerade mal einhundert Jahre und Bikinis 60 Jahre alt.
Die Geschichte der Bademode
In den ersten Bäderbetrieben mussten sich die Damen noch von Kopf bis Fuß verdecken. Ein Bikini oder Badeanzug wäre damals undenkbar gewesen. In den Bädern des 19. Jahrhunderts trugen die Damen eine Unterhose mit Leibchen und Strümpfen. Wenig später kamen Badekleider aus opulenten Stoffen wie Flanell in Mode. Auch unter dem Badekleid trugen die Frauen noch eine Unterhose. Der erste Badeanzug erleichterte zu Beginn des 20. Jahrhunderts dann endlich den Badespaß – zuvor mussten sich viele Frauen wegen zu schwerer Bademode retten lassen.
Der erste Badeanzug wurde von Annette Kellerman, einer Schwimmerin und Schauspielerin aus Australien eingeführt. Der Einteiler von Kellerman wurde in den 20ern von vielen Frauen beim Baden getragen. Vielerorts zog man aber noch einen Rock darüber, um im Schwimmbad nicht unangenehm aufzufallen. Ende der 20er Jahre wurden die ersten Zweiteiler bestehend aus Pumphose und Hemdoberteil in den USA eingeführt.
Und dann kam der Bikini
Nach dem Badeanzug erschien in den 50er Jahren der Bikini auf dem Moderadar. Die freche Bademode war fortan nicht mehr aufzuhalten. Anstelle von Wolle und Baumwolle fertigte man Bademode jetzt aus Nylon, so dass die Bademode von einer neuen Farben- und Formenvielfalt profitierte. Fortan waren alle Muster und Schnittformen möglich. In den Folgejahren wurde die Bademode dann immer knapper: Strings und brasilianische Bikinis verbrauchten immer weniger Stoff.
Aktuelle Bademoden-Trends
Das größte Trendthema ist in der Bademode aktuell der Monokini. Auch die Retro-Welle hinterlässt mit Badeshorts im klassischen Look und Vintage-Farben wieder ihre Spuren in den aktuellem Kollektionen.